Der Leuchtturm Westerheversand


Leuchtturm Westerheversand

In einer Salzwiese, knapp einen Kilomerter vor dem Nordsee-Deich, liegt die Warft vom Leuchtturm Westerheversand. In den beiden Leuchtturmwärterhäusern ist heute eine Naturschutzstation des Nationalpark Wattenmeer untergebracht.

Ein kalter Ostwind …

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Ein eiskalter Wind, in Boen um sechs, schiebt von Nord-Ost Wellen über die Schlei. Das erste Hinderniss, auf das sie treffen, ist die Promenade beim alten Offiziersheim der Seefliegerkaserne auf der Freiheit in Schleswig. Ganz am äußersten Ende der Promenade steht das Seezeichen von Lothar B. Frieling-Marquardsen aus dem Jahre 1986 auf einem Sockel am Ende einer Buhne, der wohl noch aus den Zeiten des Pionierbattalions in Schleswig stammt.

Schloß Gottorf im Winter

Schloß Gottorf im warmen Licht der aufgehenden Wintersonne. Auf dem Burgsee und den angrenzenden Koppeln ziehen noch die Nebelschwaden der letzten Nacht davon. Es ist immer noch empfindlich kalt und die Wiesen sind voller Rauhreif.

Fotografisch schwierig ist erst mal einen geeigneten Standpunkt zu finden, das da Gelände nicht gerade offen ist. Als Vordergrund habe ich nicht tief in die Trickkiste greifen müssen: Die beiden Sträucher am rechten und linken Rand drängten sich geradezu auf.
Im Mittelgrund, der Wiesenantel bis zum Wasser, befinden sich immer wieder Inseln aus Gebüsch, die von dieser Position eine schöne Verteilung aufweisen. Problematisch sind die beiden diagonalen Knickreihen im Zentrum des Bildes. Glücklicherweise ist kein Laub an den Ästen, so das man den Burgsee als durchgehendes Element wahrnehmen kann und sich so die beiden Bildhälften wieder vereinigen.

Wegen der weissen Farbe und der Größe vom Schloß Gottorf war es mir möglich, dieses als Bildmotiv in den Hintergrund zu stellen, ohne in Konkurrenz mit dem zentralen Knickreihen zu geraten. Um seine Doninanz noch etwas zu unterstreichen, habe ich es ein wenig aus den Goldenen Schnitt heraus an den Rand gesetzt.

Das Bild ist im Format 5 : 1 angelegt. Die maximale Druckgrösse liegt bei fünf Meter. Optimal wäre ca. 300cm breit und 60cm hoch.

Bildgestaltung - Die Brennweite

Da sieht man ein Motiv und dann zoomt man ran, bis das Motiv bildfüllend ist und dann … Grundsätzlich falsch!

Eine Brennweite, egal welche, ist ein Gestaltungsmittel und kein Ausgleich der eigenen Faulheit. Natürlich gibt es Situationen, da braucht es lange Brennweiten, um überhaupt zu einem brauchbaren Foto zu kommen, aber dabei verschenkt man vielfache Möglichkeiten der Bildgestaltung.


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Ich möchte es einmal an diesen zwei Bildern verdeutlichen: Beide Bilder zeigen das gleiche Motiv, einmal mit 70mm und einmal mit 24mm aufgenommen. Beide Standorte, von denen hier fotografiert wurde, liegen keine fünf Meter auseinander.

Das Linke ist mit 70mm, einer leichten Telebrennweite, fotografiert. Entfernte Dinge wirken sehr viel näher und größer. Diese geringe Tiefenwirkung kann man auch sehr schön am Geländer der Brücke sehen. Alles wirkt flach, verdichtet. Um eine ausreichende Schärfe zu erzeugen, musste hier schon auf Blende 16 abgeblendet werden, sonst wäre das Ende der brücke unscharf gewesen.

Das rechte Bild ist mit 24mm, einem mässigen Weitwinkel, fotografiert worden. Es zeigt deutlich mehr Tiefe. Der Steg ist deutlich länger und das Ende des Steges wirkt auch kleiner, als bei dem Gegenüber. Dafür ist die Schärfe, meistens auch bei fast geöffneter Blende, kein Problem. Auch die Geländer der Brücke scheinen hier viel mehr Tiefe zu haben.

Wenn ich nun zwei Motive in einem Foto in eine Beziehung zueinander setzen möchte, dann kann ich mit der Brennweite die Distanz und die Größe verändern. Ausserdem ermögliche ich mit einer größeren Brennweite eher Unschärfe (indem ich eben nicht abblende) als mit einem Weitwinkel.

Probiert es mal aus. Ihr werdet tolle Ergebnisse erzielen.

Was kostet Fotografie?

expensive01.jpgBei der Malerei haben wir uns schon längst daran gewöhnt, das ein alter Meister durchaus richtig Geld kostet. 2015 brachte ein Picasso auf einer Auktion immerhin bummelige 180 Mio US$. Dagegen ist die Fotografie noch richtig bescheiden unterwegs.

Bis 2014 galt das Bild “Rhein II” mit den ungewöhnlichen Abmessungen 185 × 363 cm von Andreas Gurski als die teuerste Fotografie. Es brachte bei einer Auktion immerhin 3,1 Mio €.

expensiv2.jpg Im Dezember 2014 wurde dann in Las Vegas eine Fotografie von Peter Lik für 5,2 Mio € versteigert. “Phantom”, ein Schwarz-Weiss-Foto vom Antilope Canyon in den USA, zeigt Staub in einem Lichtstrahl, der mit etwas Fantasie die Form eines Menschen wieder gibt.

Angesichts solcher Summen komme ich mir manchmal ein wenig lächerlich vor, wenn ich mir Gedanken über die Preise meiner Fotos mache …

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