Schwarz-Weiss?

Ich war heute mal wieder auf der Waldbühne in Haithabu und habe mir dort die Proben für das diesjährige Theaterstück der Midgaard-Skalden angeschaut. Wer Interesse an den Vorführungen hat oder vielleicht sogar selber noch eine Statistenrolle abhaben möchte, hier ist der Link zur Homepage: www.midgaard-skalden.de

_MG_0166-4.jpg Auf dem Rückweg kam ich natürlich wieder an dem knorrigen Baum zwischen Wikingermuseum Haithabu und Wikingerdorf vorbei. Ich kenne den Baum schon seit 1992, habe ihn aber irgendwie noch nie richtig fotografiert. Heute viel ein bezauberndes Streiflicht darauf und ich dachte so bei mir, das könnte sogar als Schwarz-Weis-Bild etwas werden und habe mal ein paar Bilder gemacht, frei nach einer diesen netten Facebook-Kritiken: “Wenn man nur genug Bilder macht, wird irgend Eines davon schon irgendwie Was werden”. Die guten Menschen mit richtig viel Ahnung sterben eben nie aus!

_MG_0166.jpg Nun, der Hintergedanke dabei war eine Schwarz-Weiß-Ausstellung in der Diakonie in Kropp am Ende des Jahres, an der ich mich neben vielen anderen Fotografen auch mit ein paar Bildern beteiligen möchte.
Die alte Kunst in der S-W-Fotografie ist die Fähigkeit, Farben in Helligkeiten umzusetzen. Das hat man früher mit Farbfiltern bei der Aufnahme gemacht, heute bearbeitet man das Bild nachher am PC in der gleichen Weise unter Sicht. Das ist viel einfacher, braucht weniger Erfahrung und kommt schneller zu guten Ergebnissen.

_MG_0166-2.jpg Ein kleiner Einblick in die Technik: Wenn ich einen Farbfilter vor das Objektiv schraube, dann wird das Licht in der Farbe des Filters heller abgebildet. Licht in der Komplementärfarbe wird abgedunkelt und die Farben, die sich im Farbkreis seitlich befinden, bleiben unberührt. Bei einem Gelbfilter würde also der blaue Himmel fast schwarz werden, was den weißen Wolken darauf zu einem irrsinnigen Kontrast verhelfen würde. Bei einem Grünflter würde das grüne Laub fast Weiß und, zum Beispiel, rote Rosen schwarz werden …

_MG_0166-3.jpg Bei den vorliegenden Bild (oben in Farbe) hatte ich einen Grünton im Laub, leichte Gelb und Orangewerte in der Rinde des Baumes und damit habe ich gespielt. Mal habe ich das Laub fast Schwarz gemacht, um den Kontrast zu dem jetzt helleren Baumstamm herauszukitzeln, beim anderen Versuch habe ich das Motiv eher dunkler gehalten und das Umfeld heller gemacht und beim Dritten habe ich die Kontraste zugunsten der Strukturen eher flach gehalten und so versucht, dem Bild mehr Information mitzugeben.

Das ist, glaube ich, auch das einzige Geheimnis beim Schwarz-Weiß-Bild: Sucht Euch ein Bild mit vielen schönen Kontrasten aus und versucht auf diesem Wege ein detailreiches Bild zu machen. Natürlich können auch Nebelbilder in S-W richtig gut aussehen, aber die leben eben genau vom Gegenteil der hier erklärten Arbeitsweise.

Wenn Ihr Euch jetzt fragt, welches die beste Version sei, lasst Euch sagen, die gibt es nicht. Beim einen wird das Loch im Baumstamm als wesentliches Element betont, beim Nächsten sind es andere Aspekte, die herausgearbeitet wurden. Natürlich hat jeder Betrachter jetzt einen Favoriten, aber das ist die alleinige Entscheidung des Fotografen und das alle Versionen gezeigt werden, ist ja auch eher ungewöhlich.

Im Normalfall bekommt der Betrachter ein Bild gezeigt und, wie ein guter Freund von mir immer zu sagen pflegt: “… entweder das Bild holt Dich ab, oder eben nicht!”


was bringt 2019?

Ich habe mir sehr viel vorgenommen!

Zunächst sind da die bereits festgelegten Termine an der Volkshochschule in Husum:
Grundlagen der Digitalfotografie am Sa., 6.4.2019, ein Wochenendkurs, in dem ich an zwei Tagen all die kleinen Geheimnisse rund um die Fotografie ausführlich und verständlich erkläre.
Bildbearbeitung mit GIMP Teil1 am Sa., 27.4. und Teil2 am Sa., 11.5., zwei Wochenenden, in denen es um ausgefeilte Bildbearbeitung mit dem kostenlosen Programm GIMP gehen wird.
Ab dem 21.10. geht es dann im anerkannten Bildungsurlaub um Bildbearbeitung mit Photoshop, dem von Fotografen und Bildgestaltern meistverwendeten Programm zur professionellen Bildbearbeitung.
Im zweiten Semester, also nach den Herbstferien plane ich gerade zwei Kurse(Husum und Schleswig) in Lightroom, dem Archiv- und Entwicklungsprogramm für Fotografen schlechthin, und zwei weitere Fotokurse, über deren Inhalte ich hier noch nichts sagen möchte. Lasst Euch einfach überraschen!

Nachdem ich die Geschichte mit den Wandkalendern in 2018 ein wenig vernachlässigt habe, die Gründe waren ein Überangebot auf dem Markt und einige weitere Unstimmigkeiten, werde ich 2019 wieder eine limitierte Auflage veröffentlichen. Damit reagiere ich auf die vielen Nachfragen, die ich in 2018 erhalten habe. Dieser Kalender wird wieder in Eigenregie erscheinen, da ich in meinem bisherigen Verlag keinerlei Einfluss auf die Preisentwicklung nehmen konnte. Natürlich ist eine nachfragegesteuerte Druckerei eigentlich das intelligentere Verfahren, aber die hohen Kosten sprechen eindeutig dagegen. Was nutzt ein weltweites Vertriebssystem, wenn man nicht konkurenzfähig ist?

Nach meiner erfolgreichen Ausstellung in der VHS-Schleswig werde ich diesen Weg weiter gehen. Neben der aktuellen Ausstellungsfläche in Oma´s Kaffeestübchen/Heimat, die vorraussichtlich noch bis zum Sommer bestehen bleibt, plane ich im Frühjahr eine weitere Ausstellung in der Galerie der Steuerberatungsgesellschaft WEITKAMP · HIRSCH & KOLLEGEN in Schleswig.
Ach ja, noch eine große Baustelle ist diese Website. Mit gerademal acht Beträgen im Jahr vielleicht ein wenig zu wenig. Ich gelobe Besserung und werde hier in Zukunft öfter etwas posten.

Winterpanorama vom Schloss Gottorf

Auch wenn der Winter 2018 erst im März eintraf, er kam mit Macht. 25cm Neuschnee in einer Nacht und meterhohe Schneeverwehungen waren keine Seltenheit.

Zuerst traf es partiell eher den Schleswiger Bereich und danach bekam Flensburg eine Ladung Schnee ab. Weiter südlich fanden sich nur ein paar Zentimeter, gerade genug, um den rasen zu bedecken. Trotzdem sprachen schon wieder einige von einer Schneekathastrophe. Für mich war die einzige Katastrophe, das ich drei Tage Dienst hatte, morgens im Dunklen wegfuhr und erst Abends spät zurückkehrte, defakto nicht fotografieren konnte. Glücklicherweise schien am vierten Tag die Sonne und ich konnte noch einiges nachholen.

Vom Motiv her ist es nichts wirklich Neues: Schloss Gottorf von der Bundesstrasse aus fotografiert. Auch hier sind es wieder viele Einzelbilder, die zu einem Panorama zusammengerechnet wurden. Wegen dem Schnee habe ich alle Bilder mit einer Belichtungskorrektur von +1 Blende gemacht.

Lightroom: CC oder CC klassik?

Wieder gibt es was neues in der Ecke von Lightroom: der neueste Spross heisst Lightroom CC, ist eine App und arbeitet nur noch Cloud-basiert.

Jetzt werden sicherlich die ersten Kommentare laut: Lightroom CC kennen wir doch schon. Ja, aber der Nachfolger von der Bekannten Version heisst ab sofort Lightroom Klassik CC. Wie immer ein wenig umständlich, aber dieses Kuddelmuddel auch dem Hause Adobe sind wir doch fast schon gewohnt.

Also, Lightroom CC legt seine Bilder nur noch in der Cloud ab. Ich bin mal gespannt, wie sich dieses Feature in der Praxis umsetzen lässt. Erkennen kann man es übrigens nur an den abgerundeten Ecken des CC-Zeichens. Die Oberfläche ist extrem aufgräumt worden, es gibt nur noch die Bibliothek und das Entwickeln Modul und die Suchmaschine hat intelligente Funktionen bekommen. Sie findet jetzt auch Bilder zu einfachen Stichworten, wenn sie nicht verschlagwortet sind. Ein Triumpf für alle Schlagwortmuffel. Wer der ganzen Sache mit der cloud nicht so ganz traut, man kann sich ja die wichtigsten Bilder exportieren und irgendwo auf einer Festplatte sichern.

Der Nachfolger der bisherigen Versionsreihe heisst jetzt Lightroom Klassik CC, das Icon hat Spitze Ecken und es haben sich lediglich wenige Dinge geändert. Der Aufbau ist der gewohnte und auch die weiteren Reiter werden hier wohl weiter gepflegt werden. Die Bilder liegen ordentlich auf einer Festplatte und wenn ich mal mit dem Laptop arbeiten muss, komme ich nicht an die Bilder ran. Man kann es nähmlich so oder so sehen.

Ich persönlich finde es schade, das man diesen Schritt so, endgültig machen musste. Mir hätte auch eine Version gefallen, in der man in den Einstellungen zwischen der einen oder anderen Version hätte wählen können. Es kann nicht so schwer sein, in einem Programm zwei Oberflächen zur Verfügung zu stellen und den ganzen Quatsch nach dem Entwickeln-Modul als zusätzliche Funktionen im Download anzubieten.

Jetzt habe wir eine Situation, das man sich von vorne herein entscheiden muss, welche CC-Version man zukünftig nutzen möchte. Ich bin mir zwar sicher, das man über den Umweg der XMP-Datei auch eine Änderung vollbringen kann, aber ob es der richtige Weg ist …?

Die neue Lightroom CC kann man in Zukunft auch alleine buchen, während die Lightroom Klassik CC nach wie vor nur im Fotografenbundel mit Photoshop daher kommt.

Lightroom 6

Bisher war es immer so gewesen, das mit dem Erscheinen einer neuen Version die vorherige aus dem Support verschwindet und nicht mehr mit dem neuesten Camera-RAW versorgt wird. So dachte ich auch beim Erscheinen der Cloudversion Lightroom CC am 21.04.2015, das die LR6 Version nicht mehr gepflegt wird.

Völlig falsch! Die LR6 gibt es noch ganz regulär im Handel und zum Jahresende erwartet man noch ein letztes Update.

Wer also seine Kamera noch ein paar Jahre behalten will, der kann hier richtig Geld sparen. Bei Amazon liegt die LR6 für 113.-€ rum und, wenn man auch mit einer ältere Photoshopversion leben kann oder diese gar nicht braucht, spart im ersten Jahr 30.-€ und in den Folgejahren sogar 149.-€.

Auch ein Update von LR5 auf LR6 kann man offiziell bekommen. Das gibt es zwar nur auf der Adobe-Website und da ist es auch so gut versteckt, als wenn es sich um Hehlerware handelt, aber es gibt diesen Weg. Folge einfach diesem Link und klicke dann auf den Pfeil bei Typ. Unter der Volllizen versteckt sich das Upgrade für 73,78 €. Dieses Upgrade funktioniert seit der Version 1.1

Fröhliche Weihnachten ;-)

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Andreas Volkmar

Freischaffender Fotograf und Dozent für Fotografie und Bildverarbeitungsprogramme wie Photoshop®, Lightroom® und GIMP. Ich fotografiere und verkaufe meine Bilder auf Leinwand, als Druck, auf Postkarte und Kalender nach Kundenwunsch. Ich programmiere und betreue Webseiten und ich unterrichte an VHS, in Firmenschulungen und auch Privatpersonen rund um das Thema Fotografie und Bildbearbeitung.

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